Heizkosten sparen

Heizkosten sparen

Heizkosten sparen kann teuer werden

Es ist Herbst; die Heizsaison beginnt. Dies ist die Zeit in der die Verbraucher auf einen milden Winter hoffen, damit sie bei der Heizkostenabrechnung keine bösen Überraschungen erleben und die mittlerweile obligatorischen Nachzahlungen an die Energieversorger niedrig ausfallen.

Mittlerweile haben sich viele Spartipps etabliert, um den Kosten der Energieversorgung aktiv zu begegnen; einer davon ist, die Raumtemperatur zu reduzieren. Hier ist jedoch Vorsicht geboten! Rein rechnerisch kann dies durchaus stimmen, aber viele Verbraucher wohnen aus Spargründen schon lang bei Raumtemperaturen zwischen 18 – 20 Grad. Diejenigen, die eine höhere Raumtemperatur haben, heizen aber nicht aus Spaß mehr, sondern weil ihnen sonst zu kalt oder unbehaglich ist und eine Senkung der Raumtemperatur geht hier eindeutig zu Lasten des Wohlbefindens.

Dieser Verlust der Lebensqualität ist jedoch nicht der einzige Aspekt, warum mit der Realisierung dieses Spartipps Vorsicht geboten ist. Wird diese Maßnahme zu extrem eingesetzt, z. B. in dem einige nicht bzw. kaum genutzte Räume ebenfalls nicht oder auch nur wenig geheizt werden, kann dies ggfs. Die Bausubstanz gefährden und dann wird’s richtig teuer.

Hintergrund ist, dass häufiges Lüften bei Raumtemperaturen von 18 Grad oder weniger erfahrungsgemäß meist vermieden wird, um diese nicht noch weiter abzukühlen. Zudem sind die Wände in solchen Räumen relativ kalt und geben wenig Wärme ab. Aus diesem Grund dauert es nach dem Lüften auch recht lang, bis die normale Raumtemperatur wieder erreicht ist. Logisch, dass dann das Lüften Unbehagen auslöst und in Folge dessen nur selten durchgeführt wird. Dies kann sich in Form von Schimmelbildung und Bauschäden in den Wohnräumen auswirken. Deren Beseitigung wird ein Vielfaches teurer und wiegt das Einsparpotential durch die Raumtemperaturabsenkung auf, insbesondere dann, wenn erste Anzeichen ignoriert werden.

Fazit: Egal welche Raumtemperatur Sie bevorzugen, um Schimmel und Bauschäden in Wohnräumen zu vermeiden, ist ausreichendes und richtiges Lüften notwendig. Wenn Sie sich bei 16 oder 17 Grad wohl fühlen, sparen Sie sich ruhig die 6 oder 12 Prozent Heizkosten; achten Sie aber dabei unbedingt auf eine ausreichende und richtige Lüftung.