Leuchtmittel

Leuchtmittel

Die richtige Lampe macht’s

Am 1. September 2013 trat die nächste Stufe des EU-Glühlampenverbots in Kraft: Es bedeutete das Aus für klassische 60-Watt-Birnen. Alternativen sind Halogen-, LED- oder Kompaktleuchtstofflampen (sog. Sparlampe). Qualitäts- und Preisunterschiede gibt es nicht nur innerhalb der Kategorien.

Wer punktuelles Licht benötigt, sollte zu Halogen oder LED-Lampen greifen. LED-Lampen leuchten sogar etwas heller als eine normale 60-Watt-Birne, benötigen aber nur etwa 12 Watt. Auch die Haltbarkeit und die Umwelteigenschaften sind sehr gut. Wegen der mit unter hohen Kaufpreise lohnt sich der Einsatz von LED-Lampen nur dort, wo sie oft und lange eingeschaltet leuchten müssen. Testsieger bei Stiftung Warentest waren Osram Prathom Pro Classic A 80 und Philips MyAmbiance. Bei Einsatz von Dimmschaltern, welche die Atmosphäre in den eigenen vier Wänden stufenlos steuern, sollten vorzugsweise Halogenlampen eingesetzt werden. Bei Verwendung von Energiesparlampen und Leuchtdioden muss ein entsprechender Hinweis auf der Verpackung vorhanden sein.

Mit Energiesparlampen lässt sich am preiswertesten ein ganzer Raum erhellen. Die von den Herstellern gelobte Langlebigkeit gilt meist nur, wenn die Lampen nicht ständig an- und ausgeknipst werden. Daher ist auch auf eine hohe Schaltfestigkeit zu achten. Aussagen zur Schaltfestigkeit stehen bei der Energiesparlampe auf der Verpackung.

Unterm Strich kann der Austausch alter Glühlampen durch Sparlampen die Stromkosten eines mittleren Haushalts um über 100 Euro verringern. Hier werden oft die Osram-Lampen Duluxstar und Duluxstar Mini Twist oder Philips Tornado Turbo empfohlen. Neben dem Preis spielen die Lebensdauer sowie der Einsatzort eine Rolle. Entsprechend sind die Werte von die Helligkeit, Lichtfarbe und die Dauer bis die Lampe das volle Licht abgibt zu berücksichtigen.

Lumen gibt Auskunft über die Helligkeit. Wer einen vergleichbaren Ersatz für eine 60-Watt-Glühlampe sucht, sollte den Experten zufolge eine Energiesparlampe mit 630 Lumen (11 Watt) oder 850 Lumen (15 Watt) kaufen. Eine entsprechende Halogenlampe sollte 630 Lumen (42 Watt) oder 840 Lumen (53 Watt), eine LED-Lampe 470 Lumen (8 Watt), 650 Lumen (12 Watt) oder 806 Lumen (12 Watt) haben.

Kelvin sagt etwas über die Lichtfarbe aus: 2700 bis 3300 Kelvin erzeugen gemütliches Licht mit einem warmen Weiß für das Wohn- oder Schlafzimmer. 5000 Kelvin erbringen ein helles Weiß, das am Schreibtisch vorteilhaft ist – die Augen ermüden langsamer. Wer sich für 6000 Kelvin entscheidet, bekommt Tageslichtweiß. Es wirke eher kühl und kommt meist dort zum Einsatz, wo „klare Sicht“ benötigt wird, z. B. in der Küche für das Zwiebelschneiden oder im Bad beim Rasieren oder Schminken. Je höher die Kelvinangabe, desto höher der Blauanteil und ähnlicher dem Tageslicht.